ONE HUNDRED MILES
Tribute to Miles Davis
Miles war wahrscheinlich nicht der beste/virtuoseste Jazztrompeter der Welt.
Auch war er nicht der größte Jazzkomponist. Pianist Richie Beirach meinte sogar einmal: „Miles only wrote some ditties“ (kleine Liedchen)
Aber wer war er dann, dass ihn über Jahrzehnte eine solch charismatische Aura umgab?
Er war zweifelsohne ein „Kulminationspunkt“ ein „Katalysator“ von Entwicklungen im Jazz, der zur richtigen Zeit die richtigen Strömungen erkannte und v.a. die dafür richtigen Musiker um sich versammelte (Wayne Shorter, Bill Evans, Gil Evans).
Als Bandleader wiederum war er ebenso großartig wie rätselhaft. Laut Herbie Hancock gab er oft gar keine Anweisungen oder sprach in für die Musiker schwer verständlichen Metaphern. Aber trotzdem, oder vielleicht sogar deshalb, spornte er seine Bandkollegen zu kreativen Höchstleistungen an, die er wiederum als genialer „Soundarchitekt“ zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügen konnte.
Das große Fragezeichen vor dem Beginn der Arbeit an diesem Projekt war die Besetzung der „Leadstimme“: Welches Instrument hätte wohl den besonderen „Hauch“ oder die Zartheit des MD Trompetentons?
Mit Bertl Mayer übernimmt ein überaus versierter Mundharmonikaspieler diese Aufgabe, ist er von seiner Zusammenarbeit u.a. mit Alegre Corrêa und Paul Urbanek doch gewohnt, mit diesem überaus schwierig zu bedienenden Instrument auch über komplexe Akkordschemata zu improvisieren.
Die anderen drei Musiker kennen einander gut von der gemeinsamen Zeit in der Gruppe „The Common Blue“ (2013-2019), in der damals auch, so wie jetzt bei „100 miles“, Andreas Mayerhofer als Arrangeur/Mastermind fungiert hat.
Reservierungen verfallen 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn zu Gunsten neu erschienener Gäste an der Abendkasse!
Nicht eingelöste Reservierungen erlauben wir uns u.U. zu berechnen!
Wir danken für Ihr Verständnis!
Termine:
- Mi, 28.10.26 20:00 Uhr